Die Abende werden kälter, Nebel zieht durch die Straßen und die Dunkelheit gewinnt wieder Macht über das Licht. Zu Halloween, wenn die Grenzen zwischen den Welten durchlässig werden, kehren nicht nur die friedlichen Seelen der Verstorbenen zurück. Auch jene Gestalten regen sich, deren Namen man besser nicht zu laut ausspricht.
Eine von ihnen ist Lilith, die Edle von Pachem. Vor mehr als vierhundert Jahren wurde sie dazu verurteilt, als Dämonin der Nacht durch München zu wandern. Auf dem ehemaligen Salvatorfriedhof erwartet sie dich und nimmt dich mit in eine Zeit, in der Magie, Aberglaube und die Furcht vor dem Teufel zum Alltag gehörten.
Auf ihrem Weg durch das Kreuzviertel und die Graggenau führt Lilith zu Schauplätzen der schaurigen Münchner Vergangenheit. Sie erzählt vom Goldmacher Marco Bragadino, dessen Versprechen den herzoglichen Hof in seinen Bann zog, und vom Hexenprozess gegen die Familie Pappenheimer. Doch was damals wirklich geschah und welche Mächte dabei im Spiel gewesen sein sollen, verrät sie erst vor Ort.
Auch Liliths eigene Herkunft gibt Rätsel auf. Pachem war ein Dorf vor den Toren Münchens, das vor Jahrhunderten von der Landkarte verschwand. Manche bringen diesen Ort mit Bram Stokers Erzählung „Draculas Gast“ in Verbindung. Die unheimliche Geschichte beginnt in München, führt zu einem verlassenen Friedhof und gilt als mögliche Ouvertüre zu seinem weltberühmten Roman „Dracula“.
Was Lilith über jene Nacht weiß, weshalb sie sich eine Edle von Pachem nennt und ob ihre Geschichte mit Stokers geheimnisvoller Untoter verbunden ist, bleibt zunächst ihr Geheimnis. Höre ihr aufmerksam zu: Denn Lilith kennt nicht nur die Mächte der Nacht, sondern auch alte Mittel, mit denen man sich vor ihnen schützen soll.
Hinweis: Die Tour behandelt Hinrichtungen, Folter und Hexenverfolgung und ist für Kinder nicht geeignet.



