Kosmos der Götter im Nymphenburger Park

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Der Nymphenburger Schlosspark – wo die Götter weilen

Der Nymphenburger Schlosspark hat ein weitläufiges Skulpturenprogramm. Zwölf Götterstatuen zieren den der barocken Ordnung nachempfundenen Garten gleich hinter dem Schloss. Hier stehen die Göttinnen und Götter  gewissermaßen Spalier und verkörpern die kosmische Ordnung des Olymp. Weitere Statuen sind im Park versteckt, wie die des Pan. Am östlichen Ende des Mittelkanals – gewissermaßen als Abschluss des Parks – öffnen sich die Kaskaden, die ebenfalls von Götterstatuen umrundet werden. Weitere Figurengruppen säumen den Weg entlang der Orangerie.

Der Garten der Götter

In dieser Artikelserie konzentrieren wir uns auf die zwölf Götter im barocken Parterre, und zwar in dieser Reihenfolge:

 

I – Saturn / Kronos

II – Kybele / Rhea

III – Jupiter / Zeus

IV – Juno / Hera

V – Pluto / Hades

VI – Proserpina / Persephone

VII – Diana / Artemis

VIII – Apollo / Apollon

IX – Merkur / Hermes

X – Venus / Aphrodite

XI – Bacchus / Dionysos

XII – Ceres / Demeter

Der erste Name ist die römische Bezeichnung, der zweite die griechische. Ausnahme: Rhea / Kybele sind zwei griechische Bezeichnungen, die eigentlich zwei unterschiedliche Göttinnen meinen, hier aber zu einer Figur verschmolzen sind.

Die Reihenfolge ergibt sich nicht nur aus der aktuellen Position der Statuen – die sich im Laufe der Zeit einige Male geändert hat, worauf wir noch eingehen werden -, sondern auch aus einer inneren Ordnung. Diese wird sichtbar, wenn die Figuren in dieser Folge betrachtet werden. Ein übergeordneter roter Faden wird erkennbar, eine Art Erzählung, in der alle Figuren eingebunden sind.

In den Göttern begegnen wir uns selbst

In den folgenden Beiträgen betrachten wir die Mythen der Götter und Göttinnen, entschlüsseln ihre Symbolik. Wir fragen uns auch nach der geheimen Bedeutung ihrer Gegenwart in diesem wundervollen Landschaftsgarten. Welche Inspirationen zogen diejenigen aus ihrem Anblick, die diese Skulpturen aufstellen ließen? Welche Inspirationen können sie uns heutigen wieder geben? Auf diese Weise nähern wir uns der inneren Bedeutung des Nymphenburger Schlossparks als Garten der Einweihung, durchzogen von Kraftlinien und Kraftplätzen. Wer seine Pfade beschreitet, der findet nicht nur Erholung und Augenblicke der Freude angesichts der überwältigenden Schönheit. Er findet auch Muse und Gelegenheiten zur Reflexion über sich und die Welt. Im Garten der Götter begegnen wir nicht nur fantastischen Sagen und Mythen, sondern erblicken im Antlitz der überirdischen Wesen auch Aspekte unseres eigenen Lebens.

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AutorIn des Beitrags

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