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Im Garten der Götter: Jupiter und Juno

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Hinter den beiden Titanen Rhea/Kybele und Kronos/Saturn beginnt das Reich der olympischen Götter. Am Anfang stehen natürlich die beiden Regenten des Himmels, Jupiter und Juno, sich gegenüber.

Jupiter: König der Götter

Jupiter, der griechische Zeus, ist der Gott des Himmels und des Wetters. Er ist Herr über Recht und Ordnung, darüberhinaus Vater der Götter und der Menschen.

Jupiter ist der mächtigste aller Götter, über ihm stand nur noch das Schicksal selbst in Gestalt der Moiren. Auch er ist eines der sechs Kinder von Rhea und Kronos. Weil Kronos/Saturn befürchtet, dass seine Kinder ihn entmachten können, verschlingt er sie gleich nach der Geburt. Als Zeus/Jupiter geboren werden sollte, zieht sich Rhea auf den Rat von Gaia und Uranus hin in eine Höhle auf Kreta zurück, um ihn zur Welt zu bringen und dort zu verstecken. Sie überreicht ihrem Mann anstelle des Neugeborenen einen in Windeln eingeschlagenen Stein, den dieser sogleich verschlingt.

Zeus wird von Nymphen aufgezogen und von Korybanten bewacht, die mit ihren Speeren auf Schilder schlagen, um das Geschrei des Säuglings zu übertönen, damit Kronos es nicht hören könne. Doch Zeus wächst schnell heran und erhält von seiner ersten Geliebten Metis eine Zauberpflanze, die er seinem Vater verabreichen solle. Als dieser das Kraut gegessen hatte, muss er seine fünf bereits verschlungenen Geschwister Hestia/Vesta, Demeter/Ceres, Hera/Juno, Hades/Pluto und Poseidon/Neptun wieder ausspeien.

Kampf der Titanen

Es folgt ein erbitterter Kampf der sechs Geschwister, die sich auf den Berg Olymp zurückziehen, gegen ihren grausamen Vater und dessen Gefolge, die Titanen. Zehn Jahre wogt der Krieg hin und her, ohne dass eine Seite den Sieg davontragen kann. Auf Gaias Rat hin entfesselt Zeus die im Tartaros, einem lichtlosen Ort unter der Erde am Rande der Welt gefangenen Geschwister der Titanen, die Kyklopen, einäugige Riesen, und Hekantoncheiren, Ungeheuer mit fünfzig Köpfen und hundert Händen. Mit dieser Unterstützung wendet sich das Blatt zugunsten der Olympier. Nun werden die Titanen in den Tartaros verbannt und die Welt unter den neuen Herrschern aufgeteilt. Zeus erhält den Himmel, Poseidon das Meer und Hades die Unterwelt. Über die Erde sollten sie gemeinsam herrschen.

Verheiratet ist Zeus/Jupiter mit seiner Schwester Hera/Juno, mit der er einige Kinder hat, darunter der Schmiedegott Hephaistos/Vulcanus und Ares/Mars. Zuvor hat er ein Verhältnis mit der Titanin Leto, mit der er Artemis/Diana und Apollon/Apollo zeugt. Mit der Titanin Maia bringt er Hermes/Merkur zur Welt.

Amouröse Abenteuer

Berüchtigt ist Zeus für seine zahllosen Liebschaften. Immer wieder nähert er sich begehrenswerten Frauen, ob göttlich oder menschlich, in wechselnden Gestalten. Leda erscheint er als Schwan, Europa als Stier, Danae als goldener Regen, der Antiope als Satyr, Hera als Kuckuck und der Kallisto als Artemis. Herausragende Helden zählten zu seinen Nachkommen wie Herakles/Hercules, aber auch der spätere Gott Dionysos/Bacchus, der aus einer Verbindung zwischen Zeus und der menschlichen Semele hervorging.

Zeus wird als stattlicher Mann in herrschaftlicher Pose dargestellt. Er trägt einen dunklen Bart und in der Hand den berühmten Donnerkeil, mit dem er Blitze schleudern lässt und sein königliches Szepter. Oft wird er von dem ihm heiligen Adler begleitet. Die Eiche ist ihm geweiht.

Das wichtigste Heiligtum des Zeus befand sich in Olympia und in Dodona. In Olympia wurden ihm zu Ehren die Olympischen Spiele abgehalten. Der Tag des Zeus ist der Donnerstag und ihm ist der Planet Jupiter heilig.

Juno: Königin des Himmels

Juno, die griechische Hera, ist die Königin der Götter, Göttin der Frauen und der Ehe. Sie gilt als die Königin des Himmels und des Sternenhimmels überhaupt.

Auch Juno/Hera ist die Tochter von Rhea und Kronos/Saturn, somit Schwester des Zeus, den sie später ehelichte. Sie galt als eine der schönsten Göttinnen und Zeus näherte sich der Göttin in Gestalt eines Kuckuck, der bei einem Gewitter Zuflucht in ihrem Gewand suchte, und verführte sie. Als Hochzeitsgeschenk schuf Gaia den berühmten Garten mit einem Apfelbaum, der goldene Äpfel trug und Unsterblichkeit verleiht, der von den Hesperiden und dem hundertköpfigen Drachen Lakon bewacht wurde.

Markenzeichen: Eifersucht

Doch die Ehe mit dem Göttervater verläuft alles andere als reibungslos, macht Zeus doch allen schönen Frauen, ob göttlich oder sterblich, schöne Augen. Hera, zuständig für die Ehe und damit auch für die eheliche Treue, verfolgt die Liebschaften ihres Mannes und ihre Nachkommen stets mit großer Eifersucht und oftmals angetrieben von Rachsucht.

So überredet sie Semele dazu, von Zeus zu verlangen, sich ihr in seinem göttlichen Glanz zu zeigen. Daraufhin verbrennt die Sterbliche zu Asche. Und sie ist es auch, die dafür sorgt, dass die von Zeus schwangere Leto von Land zu Land getrieben wird, damit sie keinen Platz für die Geburt finden kann. Dem künftigen Helden und Halbgott Herakles, auch ein Sohn des Zeus, schickt sie Schlangen in die Wiege, um ihn zu töten. Später schlägt sie ihn mit Wahnsinn, sodass er seine eigenen Kinder umbringt. Bei den darauffolgenden zwölf Taten, die der Halbgott als Strafe vollbringen muss, tut sie alles, um seinem Erfolg im Weg zu stehen.

Andererseits erweist sie sich auch anderen Helden als Freundin wie Jason und den Argonauten bei ihrer Suche nach dem Goldenen Vlies.

Die erhabene Göttin des Lebens

Ungeachtet dieser Geschichten gilt Hera als die große Göttin, die jedes Jahr mit Zeus die Heilige Hochzeit vollzieht. In Kulten in ganz Griechenland wurde dieser Akt symbolisch durch menschliche Stellvertreter nachvollzogen, um so die Fruchtbarkeit, das Glück und den Wohlstand für das Land zu sichern. Es heißt, dass sie durch ein Bad im Jungbrunnen danach wieder ihre Jungfräulichkeit gewinnt. Die bedeutendsten Kultstätten der Hera befanden sich in Argos und auf der Insel Samos.

Hera wird als erhabene Frau dargestellt, mit großen, runden Augen, die ihr den Namen „Kuhäugige“ einbringen. Sie trägt oft das züchtige Gewand einer Matrone, auf dem Haupt ein Diadem und einen Schleier, die sie als Gemahlin des Zeus kennzeichnen. Als Zeichen ihrer Herrschaft trägt sie ein Szepter. In der Hand hält sie einen Granatapfel, Symbol der Fruchtbarkeit. Auch der Lotus ist ihr geweiht.

Der Pfau ist ihr als Tier heilig und sie fährt einen Wagen, der von diesen edlen Tieren gezogen wird.

Einen Plan über die Statuen der Göttinnen und Götter im barocken Parterre des Schlossparks findest du hier: Kosmos der Götter im Nymphenburger Park

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AutorIn des Beitrags

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