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Heinrich und der Löwe

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Wie Heinrich zu seinem Löwen kam

Eine Sage berichtet von den Abenteuerlust des Herzogs aus Braunschweig, die ihn auf einer seiner Irrfahrten auf einer Insel stranden ließ. Mutig erkundete er den Urwald dieses Eilands und beobachtete auf einer Lichtung den Kampf zwischen einem Löwen und einem Drachen. Beherzt stellte er sich an die Seite des Königs der Tiere und gemeinsam bezwangen sie das Ungeheuer. Von da an wich die Raubkatze nicht mehr von der Seite Heinrichs. Als der Herzog mit einem Floß Richtung Heimat in See stach, folgte ihm der Löwe. Gemeinsam trieben sie auf dem Meer dahin. Da erschien der Teufel und bot Heinrich Rettung an, wenn er ihm die Seele verspräche. Heinrich verlangte aber, dass auch der Löwe gerettet werden müsse und dass der Teufel seine Seele nur haben könne, wenn er ihn auf den Löwen wartend eingeschlafen vorfände. Der Leibhaftige schlug ein und trug Heinrich durch die Lüfte nach Hause, zauberte jedoch einen Schlaf über ihn. Dann holte er den Löwen und flog mit ihm nach Braunschweig. Als der seinen Gefährten wie tot daliegen sah, brüllte er so laut, dass der Herzog davon erwachte, noch bevor der Teufel landete. Der Teufel hatte verloren – und Heinrich und der Löwe waren wieder vereint.

Text: Christopher Weidner
Sprecher: Mario Max
Illustrationen: J.W. Völker (1845)

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Christopher Weidner

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