Halloween – das alte keltische Samhainfest

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Die dunkle Jahreszeit beginnt

Samhain ist das letzte (und irgendwie auch erste) der Hochfeste im keltischen Jahreskreis, das in der Nacht des elften Neumondes eines Jahres gefeiert wird – bezeichnet aber auch den Beginn des neuen Jahres und stellt damit im Rad des Jahres Anfang und Ende dar. Diese Tradition ist Bestandteil des modernen Druidentums. Den Anfang des Jahres zu Beginn der “dunklen Jahreszeit” zu setzen – und nicht zu Beginn der Wachstumszeit – geht wahrscheinlich auf Fehlinterpretationen zurück. Möglich ist auch eine Fehldeutung des Kalenders von Coligny und anderer Quellen, in denen Samon, Mai, mit Samhain, der erste Tag des Giamon (heute ungefähr November) in Verbindung gesetzt wurde; der Jahresbeginn wäre demnach Beltane. Allerdings liegt Samhain dem heute üblichen Jahresbeginn näher.

Anfang November

Obwohl Samhain als Mondfest in unserem (von der Sonne beeinflussten) Kalender ein “verschiebliches” Fest ist, wird es heutzutage in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November gefeiert, wobei eine Feier durchaus auch drei Tage um den eigentlichen Termin herumliegen kann. Die Berechnung nach dem Mond kann aber einfach im Mondkalender bestimmt werden (2019: 11. Neumond am 28. Oktober).

Ein Fest der Ahnen

Heute wird Samhain oft auch als Fest der Toten bezeichnet. Dies ist allerdings ein falscher Analogieschluss von den christlich-katholischen Feiertagen Allerheiligen und Allerseelen. Samhain ist ein Fest der Ahnen. Und die keltische Überlieferung geht davon aus, dass diese in der Anderswelt leben. In der Zeit von Samhain (die Nacht des 11. Neumondes, sowie die Nacht davor und die Nacht danach) ist die Grenze zwischen den Welten offen, wie auch zu Beltane. Die verstorbenen Ahnen sind in diesen Nächten in unserer Welt, um ihre Verwandten zu besuchen. Um ihnen den Weg zu leiten, kann man Lichter in den Fenstern aufstellen. Da nur die gutgesinnten Vorfahren in die Häuser können, schlechtgesinnte und auch Dämonen außerhalb unterwegs sind, gibt es die Möglichkeit, sich durch abschreckende Verkleidungen zu schützen.

Die Pforten zur Anderswelt stehen offen

Der Kontakt zu den Ahnen, die Durchlässigkeit zur Anderswelt, ist ein Kernthema von Samhain. Da es sich größtenteils um hochverehrte Ahnen handelte, standen die Lebenden dem Ereignis mit gemischten Gefühlen gegenüber: mit Achtung und mit Scheu. Typisch für dieses Fest ist, dass zum Festessen die Vorfahren mit eingeladen werden. Dabei wird ihnen, zumindest symbolisch, Essen und Trinken angeboten. Wobei sich das symbolische nicht auf die Qualität bezieht, sehr wohl aber auf die Menge. Die Qualität soll den Ahnen würdig sein.

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Kirsten Buchholzer

Kirsten

AutorIn des Beitrags

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